D.O. Ribeira Sacra

August 11, 2007

Die Lagen
Die etwa 2.500 ha. Rebflächen befinden sich auf windgeschützten Terrassen an den Hängen in den Flusstälern des Miño, Sil und ihrer Nebenflüsse. Sie teilen sich in die folgenden Subzonen auf:

€ Chantada am Westufer des Miño zwischen Castel im Norden und Oleiros im Süden.

€Ribeiras do Miño am Ostufer des Miño zwischen Segán im Norden und Fronton im Süden.

€ Ribeiras do Sil Ourense am West- bzw. Südufer des Sil zwischen Ribas de Sil und A Teixeira.

€ Amandi südlich von Fronto entlang des Ost- bzw. Nordufers des Sil bis Doade.

€ Quiroga-Bibei ist die östlichste Region beidseitig des Sil zwischen Vilachá und Montefurado.

Der Boden
Überwiegend lockere, sandig-saure Böden, teilweise auch wenig evolutionierte Granite und komplexere Sandstein- oder Schieferböden. In den Tallagen ist Schwemmland anzutreffen.

Das Klima
Überwiegend atlantisch beeinflusst, doch mit mediterranem Einschlag.
Spürbare Klimaunterschiede zwischen den nördlich gelegenen Subzonen am Miño und den südöstlicher gelegenen am Sil.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss

: Albariño, Godello, Treixadura

    Rot

: Mencia, Brancellao, Merenzao

Die Charakteristik der Weine

    Weiss

– Überwiegend sortenreine Albariño- und Godello-Sortenweine. Farbe: Leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Nase: Fruchtig. Gaumen: Frisch, trocken, dennoch mit angenehmem Körper und feiner Säure

    Rot

– Farbe: Brillantes, meist nicht sehr dichtes Kirschrot mit purpurnem Saum. Nase: Leicht flüchtige Fruchtnoten. Gaumen: Angenehm rund, ausgewogene Frische und Säure, nicht sehr lang.

Consejo Regulador D.O. Ribeira Sacra
Pescaderías, 1 € E 27400 Monforte de Lemos/Lugo
Tel: +34 – 982 410 986 + 982 418 200
Fax: +34 – 982 411 265
Mail: info@ribeirasacra.org € Web: www.ribeirasacra.org


D.O. Méntrida

August 11, 2007

Die Lagen
Das sanft hügelige Anbaugebiet mit über 12.200 ha. Rebfläche in Höhenlagen zwischen 400 und 600 m im Norden der Provinz Toledo grenzt an Ávila sowie Madrid. Im Osten erheben sich die Gebirge der Sierra de Gredos, und im Süden ist der Tajo die Grenze. Der Unterlauf des Alberche mit den Städten Almorox, Escalona, Maqueda, Fuensala, Camarena, Casarrubios del Monte und Méntrida ist das Zentrum des Weinbaus.

Der Boden
Sandige Ton- und Tonmergelböden, sauer und kalkarm, mit guter Speicherfähigkeit, die die Wasserversorgung der Reben im Sommer sichert, und äusserst geringen Anteilen an organischer Materie.

Das Klima
Ausgeprägt kontinental, mit langen, kalten Wintern, die jedoch durch den Schutz der Sierra de Gredos nicht extrem werden. Die Sommer sind heiss und trocken. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge, die unregelmässig über das Jahr verteilt fällt, liegt bei 300-450 mm/m2.

Die genehmigten Rebsorten

    Rot:

Garnacha, Cencíbel/Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah

    Weiss:

Albillo, Chardonnay, Macabeo, Sauvignon Blanc

Die Charakteristik der Weine

    Weiss

– Farbe: Brillant leuchtens Blass- bis Strohgelb mit grünlichem Schillern. Nase: Angenehm fruchtig mit rebsortenabhängigen Akzenten. Gaumen: Frisch, mit ausgewogener Säure.

    Rosé

– Farbe: Klare Rosa bis Himbeerfarben. Nase: Leicht, fruchtig. Gaumen: Mild, recht körperreich.

    Rot

– Farbe: Intensiv, dichtes Kirschrot. Nase: Recht ausgeprägte Noten reifer bis überreifer Früchte. Gaumen: Gut strukturiert, vollmundig, warm.

Consejo Regulador D.O. Méntrida
Avda. del Cristo del Amparo, 16 € E 45510 Fuensalida/Toledo
Tel: +34 – 925 78 51 85 € Fax: +34 – 92578 41 54
Mail: d.o.mentrida@retemail.es


V.T. Castilla y León

August 11, 2007

Diese Region genau zu beschreiben, ist nicht so ganz einfach. Denn sie fasst zusammen, was nicht zwingend zusammen gehört. Einendes Band ist die Tatsache, dass die Kellereien in Kastilien beheimatet sind. Es handelt sich etwa um Bodegas, welche ihren Sitz nicht in einer der Denominaciones de Origen haben.Darüber hinaus können die Bodegas Weine, die in einer D.O. nicht zugelassen sind oder die sie nicht unter dem Namen einer D.O. vermarkten wollen, als „V.d.l.T. Castilla y León“ vermarkten. Das Gebiet erstreckt sich somit auf ganz Castilla y León, Vorschriften über die zugelassenen Rebsorten gibt es nicht. Die Stöcke müssen lediglich in Castilla-León stehen und die Weine müssen ebenda ausgebaut werden.

Auch über die Qualität der Bodegas bzw. der Weine ist nur schwer eine allgemeine Aussage zu treffen. So gehören dieser „Region“ Weingüter wie Mauro oder Leda an, welche ohne Zweifel in der absoluten Spitze der spanischen Weingüter beheimatet sind. Aber es gibt auch einfachste Weinchen, die ebenfalls so etikettiert sind.


D.O. Toro

August 11, 2007

Die am westlichen Rand der Meseta gelegene Region Toro besteht eigentlich aus nicht viel mehr als drei Orten: Toro, Morales de Toro und San Román de Hornija. Bis vor wenigen Jahren bestand sie auch lediglich aus sieben Bodegas, darunter zwei Cooperativen, ein Handelshaus und eine Großkellerei. In den letzten sieben Jahren ist die Region jedoch regelrecht explodiert. Inzwischen gibt es 36 Kellereien in der D.O. Toro, der Großteil davon mit kleinen bis mittleren Produktionsmengen, gepaart mit umfangreichen Vorstellungen von sich und der Welt, insbesondere von sich in der Welt. Quasi geadelt wurde Toro, als sich Vega Sicilia, erstmals in Spanien außerhalb von Ribera del Duero, in San Román de Hornija niederließ, um dort ihren neuen Wein, Pintia, zu keltern. Anders als in Rueda gibt es in Toro eine Vielzahl von Bodegas, die eigentlich aus anderen Ecken Spaniens stammen und hier mit einer Tochterbodega vertreten sind: Primicia, Riojanas und Eguren aus der Rioja, Marco Real aus Navarra, der Rumasa-Konzern, Castilla la Vieja, Torremilanos, Alvarez y Díez, Valduero aus Castilla-León. Andere werden folgen.

Toro lebt von nur einer Rebsorte, der Tinta de Toro, ein Sprössling der Tempranillotraube. Zu behaupten, dies sei nichts anderes als Tempranillo mit anderen Worten, ist jedoch zu kurz gegriffen. Schließlich sind die Trauben noch kleinbeeriger, noch kompakter als die in Ribera del Duero, von denen in der Rioja oder in Navarra ganz zu schweigen. Tinta de Toro steht auf über 80% der insgesamt 5.350 Hektar Rebfläche. Garnacha ist die zweitwichtigste rote Rebsorte, die vor allem zur Rosadoproduktion eingesetzt wird. Andere rote Rebsorten sind nur als Experimentalsorten zugelassen, was auch immer dies im Einzelfall bedeuten mag. Die einzige weiße Rebsorte der D.O. ist Malvasía, aus der Weine höchst unterschiedlicher Güte gekeltert werden. Die Rotweine werden als Jungwein, Crianza, Reserva und vereinzelt auch als Gran Reserva vermarktet, wobei dieses System dank vieler vinos de autor nur noch begrenzte Aussagekraft hat. Eine eigene Kategorie für Weine mit kurzer Fassreife gibt es auch hier nicht, der Großteil der neuen Bodegas schafft sich seine eigene Klassifikation, indem die Weine durchnummeriert werden oder in Roble und Selección, gran und muy gran oder sonstwie unterteilt werden.

Früher fand man fast alle Weinberge oben, auf der platte Ebene zwischen Toro und Morales de Toro. Mit dem Bodegaboom kam auch eine Neupflanzungswut einher, die insbesondere die Täler der – meistens ausgetrockneten – Flüsschen Guareña, Hornija und Reguera füllten oder sich auf den Höhenzügen im Süden der D.O. ausbreiteten. Auf gut einem Drittel der Rebfläche stehen Stöcke, die nicht älter als fünf Jahre sind und bis zu dem Punkt, von dem an sie Großes zu leisten imstande sein werden, noch viele Tage sengender kastilischer Sonne zu ertragen haben.

Toro ist, neben der Extremadura, die Weinbauregion Spaniens mit den meisten Sonnenstunden und den geringsten Niederschlägen, ideal zur Kelterung schwerer, alkoholreicher Weine. Rotweine unter 14% Vol. sind hier daher auch kaum zu finden, auch wenn ab und an aus Höflichkeit 13,5 auf ein Etikett geschrieben wird. Die Tradition des Barriqueausbaus ist hier zwar schon seit längerem eingetroffen, wurde bislang jedoch nur bedingt gut verstanden. Oftmals versuchen die Önologen, den ohnehin mächtigen Weinen ein zweites Gerüst mitzugeben, welches leider meistens störend wirkt. Jedoch hat gerade hier der Zuzug gebietsfremder Bodegas mitsamt deren Wissen vieles in eine bessere Richtung geleitet.

Die Böden sind hart, steinig, meist mit Sand- oder Kalkeinlagen. Um Wasser zu finden müssen die Stöcke extrem tief wurzeln. Die Erträge sind dementsprechend niedrig. Im Jahr 2003 wurden gerade einmal 3.580 Kilo oder 25 Hektoliter pro Hektar eingebracht. Jedoch wird auch hier die starke Verbreitung der Drahtrahmenziehung bei den vielen Junganlagen dazu führen, dass die Durchschnittserträge in den nächsten Jahren deutlich nach oben gehen werden.
D.O. Condado de Huelva
Die Lagen
Das rund 6.000 ha. grosse Anbaugebiet im Südosten der Provinz Huelva ist überwiegend eben bis leicht hügelig, grenzt im Norden an den Landkreis El Andévalo, im Süden an den Atlantik, im Osten an Huelva und breitet sich über die untere Ebene des Guadalquivir mit den Gemeindegebieten von Almonte, Beas, Bollullos Par del Condado, Bonares, Chucena, Gibraleón, Hinojos, La Palma del Condado, Lucena del Puerto, Manzanilla, Moguer, Rociana del Condado, San Juan del Puerto, Trigueros, Villalba del Alcor und Villarrasa aus.

Der Boden
Meist rötliche (eisenhaltige), neutrale bis leicht basische Böden von recht lockerer Textur und mittlerer Fruchtbarkeit. Entlang der Flüsse Gebiete mit Schwemmland.

Das Klima
Atlantisch, mit milden Winterhalbjahren und langen, warmen, durch den Atlantikeinfluss nie heissen Sommern. Jahresdurchschnittstemperatur 18° C. Durchschnittliche Niederschlagsmenge 550 mm/m2 pro Jahr und eine relative Luftfeuchtigkeit von 60-80 %.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss:

Zalema, Palomino Fino, Listán de Huelva, Garrido Fino, Moscatel de Alejandría, Pedro Ximénez

Die Charakteristik der Weine
Der Ausbau von Crianzas und Reservas ist nur im Bereich von Almonte, Bollullos Par del Condado, Chucena, La Palma del Condado, Manzanilla, Moguer, Rociana del Condado, San Juan del Puerto und Villalba del Alcor gestattet.

    Weiss

– 10-14,5 % Vol. – Condado de Huelva Joven, sortenreiner Zalema. Farbe: Blassgelb. Nase: leicht pflanzliche Nuancen, Erinnerungen an Gebüsch. Gaumen: Angenehm und leicht trinkbar.

Dessertweine
Condado Pálido – 15-17 % Vol. – Listán de Huelva, Palomino Fino und Garrido Fino im Soleraverfahren mit biologischer Crianza mindestens 3 Jahre in Eichenbarriques ausgebaut, ähneln anderen Finos.
Condado Viejo – 15-22 % Vol. – Zalema, Listán de Huelva, Palomino Fino und Garrido Fino in Eichenbarriques mit oxydativer Crianza aus den ältesten Soleras.
Likörweine – 15-22% Vol. – Mindestens 2 Jahre auf Barrique ausgebaut, trocken oder süffig, abhängig vom Zuckergehalt als pale dry, medium, cream oder pale cream angeboten.

Consejo Regulador D.O. Condado de Huelva
Avda. 28 de Febrero, 153
21710 Bollullos Par del Condado/Huelva
Tel: +34 – 959 410 322 € Fax: +34 – 959 413 859
Mail: consejoregulador@vinoscondadohuelva.com
Web: www.vinoscondadohuelva.com


D.O. Jerez – Manzanilla Sanlucar de Barrameda

August 11, 2007

Die Lagen
Die über 10.750 ha. Rebflächen, im Norden begrenzt vom Guadalquivir, im Süden vom Atlantik, liegen auf weiten, sanft gewellten Ebenen in den Gemeinden Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa Maria, Sanlúcar de Barrameda, Chipiona, Trebujena, Rota, Puerto Real und Chiclana de la Frontera. Hinzu kommen bestimmte Flurstücke (pagos) von Lebrija.

Der Boden
In den Gebieten Jerez de la Frontera, Puerto de Santa María, Sanlúcar de Barrameda und Teilen von Trebujena dominiert die ³albariza², die für die Jerez Superior-Qualitäten unabdingbar ist: Ein poröser, fast weisser Kreidemergel, reich an Kalziumkarbonat, Ton und Silizium, tiefgründig, mit hohem Feuchtigkeitsspeichervermögen, das das Regenwasser der Wintermonate für die Ernährung der Rebstöcke in der trockenen Jahreszeit bereithält. Die übrigen Gebiete, die ³zona², haben lockere Sand- und sandige Lehmböden.

Das Klima
Ausgeprägt atlantisch in der südlichen Zone. Der Westwind mit Meeresfeuchtigkeit wirkt in den trockenen Sommermonaten als mildernder Faktor und verhindert, dass die Rebstöcke zu hohe Temperaturen annehmen. Der trockene September begünstigt die volle Ausreifung und Gesundheit der Trauben. Im Schnitt 290 wolkenlose Tage mit hoher Sonneneinstrahlung. Durchschnittstemperatur 17,5° C. Die rund 600 mm/m2 Niederschläge fallen überwiegend von Oktober bis Mai.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss:

Palomino Fino, Palomino de Jerez/Albán /Albar/Horgazuela/Listán, Pedro Ximénez/Pedro Ximen /Pedro Jiménez/Alamis, Muscat d’Alexandria/de Chipiona/de España/Gordo.

Wie Sherry gemacht wird

Der typische Charakter der Sherrys wird in erster Linie durch ihren ganz
speziellen Reifeprozess geprägt.
Die Fermentation erfolgt heute fast ausschliesslich in Edelstahltanks bei 22-24° C. Aber einige besonders traditionsverhaftete Bodegas arbeiten immer noch mit Fassgärung in neuen Eichenfässern (Botas, Barricas), damit einerseits der Wein in das Fassholz einzieht und sie so auf den langen Reifeprozess vorbereitet werden und andererseits die typische Vinifaktion des Mostes erreicht wird. Sie wird ausgelöst durch die Hefen, die in den Ablagerungen oder der ³Wachsschicht² der Trauben von Natur aus enthalten sind.
Nach der ersten stürmischen Gärung, bei der über 90% des Zuckers in Äthylalkohol und Kohlendioxyd verwandelt werden, beginnt die zweite, ruhige Gärung, die Anfang Dezember beendet ist, und bei der die Jungweine ihre jeweiligen Charakteristika ausbilden. Bei einer Jungweinprobe wird dann die erste Klassifizierung in vier Gruppen vorgenommen:

€ Weine mit sehr sauberem Duft und einem für die Ausreifung zu Finos, Manzanillas und Amontillados geeigneten Aroma.
Diese Weine werden mit Weingeist aufgestärkt und beginnen den sherryspezifischen aeroben Reifeprozess zu Finos, Manzanillas oder Amontillados. Die spontane Ausbildung einer dicken, den Wein hermetisch abschliessenden Schicht verschiedener Sacchoromyces-Pilzarten (velo de flor) auf der Oberfläche verhindert die Oxidation, isoliert den Wein von der Luft, entzieht ihm Alkohol und führt ihm Nährstoffe zu.

€ Weine mit mehr Körper sind ideal für die Ausreifung zu Olorosos.
Diese Weine werden mit Weingeist bis zu 17,5% Vol. aufgestärkt. Dadurch wird die Bildung der Hefeschicht verhindert und in den Fässern beginnt unter Lufteinwirkung der aerobe Reifeprozess, aus dem die Olorosos hervorgehen.

€ Weine, die für andere Typen als die Finos bestimmt sind und je nach ihrer Entwicklung in einer späteren zweiten Klassifizierung eingeordnet werden.

€ Weine mit mangelhafter Entwicklung, die für die Destillation bestimmt sind.

Wie der Sherry aus dem oberen ins untere Fass kommt:

Das Solera-Verfahren

Die Reifung der Sherrys erfolgt in 600 l. Fässern aus amerikanischer Eiche, die zu 5/6 gefüllt sind, so dass sich eine Luftkammer von zwei Handbreit über dem Wein bildet, die – sofern gewünscht – das Wachstum der Florhefen ermöglicht. In der criadera, den übereinander gelagerten Fässern, reift Sherry gleichen Typs in den verschiedenen Fassetagen in unterschiedlichen Stadien:

€ in den unteren Fässern der älteste,
€ in den oberen der jüngste.

Regelmässig entnimmt man den unteren Fässern, der solera, bis zu einem Drittel des Inhalts für die Abfüllung auf Flaschen. Diese Menge wird dann jeweils aus den darüberliegenden Fässern ersetzt, und in die Fässer der oberen Reihe wird junger Wein nachgefüllt. So mischen sich die Eigenschaften der älteren Weine mit denen der jüngeren, so dass Qualität, Typ und Art des Sherry stets gleich bleiben.

€ Die Mindestreifezeit von Sherry beträgt drei Jahre, anspruchsvollere Qualitäten reifen länger.

Seit dem vorletzten Jahr ist die Klassifizierung der Sherrys nach Altersstufen in Kraft. Nach einer besonderen Degustation erfolgt die Einteilung in die Gruppen:

€ V.O.S.
€ V.O.R.S.

Mit dieser Auszeichnung, die aussergewöhnliche Qualität garantiert, durften sich im vergangenen Jahr gerade einmal 82.000 Flaschen aus 21 Bodegas schmücken.

Die Charakteristik der Weine

Sherry ist nicht gleich Sherry. Von hell bis dunkel, von trocken bis süss reichen die Varianten. Generell:

€ je heller desto trockener,
€ je dunkler desto süsser.

Man unterscheidet zwischen zwei Grundtypen:

€ Unter Hefeflor gereifte Sherrys: Fino, Manzanilla, Pale Cream, Amontillado

€ Unter Einfluss von Sauerstoff gereifte Sherrys: Oloroso, Cream.

Fino – 15-17,5 % Vol. – Farbe: Blass- bis Strohgelb. Nase: Pikant, fast stechend, an Mandeln erinnernd. Gaumen: Trocken, leicht, mit dezenter Säure. Ideale Trinktemperatur: 7° C

Manzanilla – 15-17,5 % Vol. – Farbe: Blass- bis Strohgelb. Nase: Pikant, aber feiner, mit charakteristischem Meerjodsalzakzent, entfernt an Mandeln erinnernd. Gaumen: Trocken, leichter als Finos. Ideale Trinktemperatur: 7-8° C

Amontillado – 16-18 % Vol. – Farbe: Bernsteingelb. Nase: Pikant, fast stechend markant, dezent an Haselnüsse erinnernd. Gaumen: Geschmeidig, trocken. Ideale Trinktemperatur: 14° C

Oloroso – 18-20 % Vol. – Farbe: Bernstein- bis Mahagonifarben. Nase: Sehr kräftig, wie schon sein Name sagt ³Oloroso², duftend. Gaumen: Anfänglich trocken, sehr körperreich, mit reizvoller Süsse (Nussaroma). Ideale Trinktemperatur: 16° C

Palo Cortado – 18-20 % Vol. – Eine recht rare Spezialität. Vereint die sanften, delikaten und frischen Noten des Amontillado mit der Fülle und dem vollen Bukett des Oloroso. Farbe: Leuchtend Mahagonifarben. Nase: Haselnussartig. Gaumen: Trocken, ausgewogen, elegant und sehr nachhaltig. Ideale Trinktemperatur: 15-16° C

Raya – Noch seltener als Palo Cortado. Seine charakteristischen Eigenschaften sind denen des Oloroso sehr ähnlich. Er hat jedoch ein weniger feines Bukett.

Pale Cream – ist ein aufgesüsster Fino. Farbe: Blassgelb. Nase: Pikant, delikat. Gaumen: Sanft, sehr weich und ansprechend süss. Ideale Trinktemperatur: 7-8° C

Cream – Verschnitt eines Oloroso mit einem Dulce (Süsswein). Farbe: Dunkel. Nase: Pikant, sanft. Gaumen: Sehr körperreich. Ideale Trinktemperatur: 13° C Anspruchslosere Creams werden mit gespritetem Traubenmost aufgesüsst, gute hingegen zeichnen sich durch das Aroma der Pedro Ximénez-Trauben aus.

Medium – Der halbtrockene Sherry mit würziger Note ist die universellste Variante für jede Gelegenheit.

Golden – ab 15 % Vol. – Ein milder, süsser Sherry wie Cream, jedoch mit beschränktem Zuckergehalt.

Vino Dulce
Süsser Wein, der aus sehr reifen, sonnengetrockneten Trauben gekeltert wird. Die Gärung wird durch Zugabe von Alkohol gestoppt. Zu den vino dulce Weinen gehören die Moscatel- und Pedro Ximénez- Weine sowie die Cream Sherrys, die den Olorosos sehr ähnlich sind, doch ein Bukett ähnlich der Pedro Ximénez Weine haben.

PEDRO XIMÉNEZ Die Trauben werden vor dem Keltern tagsüber zur Erhöhung des Zuckergehalts auf runden Espartogras-Matten in der Sonne getrocknet und abends zum Schutz vor der feuchten, kühlen Nachtluft abgedeckt. So verlieren sie einen Teil ihrer Feuchtigkeit, was durch die dünne Fruchtschale beschleunigt wird. Farbe: Dunkel und Mahagonifarben. Nase: Ausgeprägt, Rosinen. Gaumen: Füllig, angenehme Süsse mit herbem Unterton, nachklingend. Ideale Trinktemperatur: 17° C

Was Sie beim Sherry beachten sollten

- Sherry grundsätzlich aufrecht, so dass der Inhalt nicht mit dem Korken in Kontakt kommt, bei gleichbleibender Temperatur trocken und dunkel lagern.
- Fino und Manzanilla stets gut gekühlt trinken. Die anderen Sherry-Typen serviert man nur leicht gekühlt.
- Einen geöffneten Fino oder Manzanilla sofort nach dem Einschenken wieder zukorken und nicht zu lange aufbewahren. Die dunkleren Varianten halten nach dem Öffnen wochenlang.

Consejo Regulador D.O. Jerez
Avda. Alcalde Álvaro Domecq, 2
11405 Jerez de la Frontera / Cádiz
956 332 050
956 338 908
vinjerez@sherry.org
www.sherry.org + www.sherry.de


D.O. Montilla-Moriles

August 11, 2007

Die Lagen
Im Süden der Provinz Cordoba liegt dieses 9.500 ha. grosse Gebiet mit Anbauflächen in Höhenlagen von 125 bis 600 m, das in zwei Zonen geteilt ist:

€ Calidad Superior umfasst die Gebiete der fast weissen ³alberos², Kreideböden, in der Sierra de Moriles und Los Moriles Altos.

€ Zona Llana umfasst alle anderen Rebflächen der Sierra de Montilla.

Der Boden
Kreidekalkböden auf Mergelgrund der Sierra de Moriles und Los Moriles Altos mit sehr geringer organischer Materie und guter Wasserspeicherfähigkeit im Untergrund. In den tieferen Lagen lockersandige Böden.

Das Klima
Mediterran-kontinentales Mischklima mit langen, trockenen und heissen Sommern und kurzen Wintern. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 17° C. und die Niederschlagsmenge – je nach Lage – zwischen 500 und 1.000 mm/m2. Die Zahl der Sonnenstunden beläuft sich auf 2.800 und 3.000.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss

: Pedro Ximénez, Lairén, Baladí/Verdejo, Moscatel, Torrontés

Die Charakteristik der Weine
Vino Joven – Farbe: Kristallenes Blassgelb, fast wässrig. Nase: Ausgesprochen frisch, fruchtig. Gaumen: Frisch, trocken, mit einem Hauch von Süsse.
Fino – 15 % Vol. – Farbe: Brillantes Gelb mit olivigem Schillern. Nase: Komplex mit Tönen von Hefe, Mandeln Tabak und Lakritz. Gaumen: Trocken, herb, mit salziger Note.
Amontillado – 16-19 % Vol. – Farbe: Goldbraun, umbrafarben. Nase: Haselnussig, stechend, mit gewürzigen Noten. Gaumen: Trocken, herb, nachklingend
Oloroso – 18-20 % Vol. – Farbe: Dunkel Mahagonifarben. Nase: Ausgewogen rund mit balsamischen Klängen, frisch geknackte Nüsse und feine Gewürze. Gaumen: Samtig, sanft, rund und körperreich.
Palo cortada – 15-17 % Vol. – Farbe: Goldbraun, umbrafarben. Nase: Haselnussig, stechend, mit gewürzigen Noten. Gaumen: Samtig, sanft, rund und körperreich
Pedro Ximénez – 15-17 % Vol. – Der reine Traubenhonig, wenn man so will. Farbe: Dichtes dunkles Rubin über Umbrafarben bis fast Kohlenschwarz. Nase: Ausgeprägt, sortentypisch, mit Klängen von Rosinen, Kaffee, Trockenfeige
über Dattel bis hin zu Schokolade.
Moscatel – 15 % Vol. – Je nach Alter von hellen, süffigen Weinen bis zu uralten, tiefbraunen, dichtaromatischen Weinen mit herber Note, die die schwere Süsse ausgleicht.

Consejo Regulador D.O. Montilla-Moriles
Rita Pérez, s/n € E 14550 Montilla/Córdoba
Tel: +34 – 957 650 800 € Fax: +34 – 957 652 866
Mail: montilla@alcavia.net € Web: www.montilla-moriles.org


D.O. Jumilla

August 11, 2007

Die Lagen
Das rund 42.000 ha. grosse Anbaugebiet mit seinen Rebflächen in Lagen zwischen 400 und 900 m liegt in einer Zone mit weiten Tälern und sanften Bergen im Übergang von La Mancha zur Mittelmeerküste, grenzt im Osten an Yecla und erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Jumilla (Provinz Murcia) und Albatana, Fuente Alamo, Hellín, Ontur, Montealegre del Castillo und Tobarra (Provinz Albacete).

Der Boden
Braun bis braunrot, kalkhaltig in der Oberschicht, arm an organischer Materie, von lockerer Struktur, teils kiesig, auf Kalkbruchstein aus dem Miozän, mit guter Wasserspeicherfähigkeit, die die Versorgung der Reben in den trockenen Sommermonaten sicherstellt.

Das Klima
Kontinental, mit mediterranen Einflüssen durch die Nähe zum Meer. Sehr trockene, heisse Sommer und kurze kalte Winter. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beläuft sich auf 400 mm/m2. Durchschnittlich 3.000 Sonnenstunden pro Jahr und eine Durchschnittstemperatur von 16° C.

Die genehmigten Rebsorten

    Rot:

Monastrell, Garnacha Tinta, Garnacha Tintorera, Cencíbel/Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Petit Verdot

    Weiss:

Airén, Macabeo, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pedro Ximénez, Moscatel, Malvasía

Die Charakteristik der Weine

    Weiss

– Farbe: Brillantes Blass- bis grünliches Gelb. Nase: Dezent fruchtbetont. Gaumen: Frisch, leicht, angenehm zu trinken.

    Rosé

– Farbe: Rosen- bis Knorpelkirschrosa. Nase: Fruchtig, floral. Gaumen: Frisch, würzig geschmackvoll, manches Mal leicht alkoholisch.

    Rot

– Farbe: Kirsch- bis Purpurrot mit brombeerfarbenem Schillern. Nase: Fruchtbetont mit Noten von reifen dunklen Früchten und Beeren, manchmal rosinig. Gaumen: Komplex, füllig, kraftvoll, mit ausgeprägten Tanninen

Consejo Regulador D.O. Jumilla
San Roque, 15 € E 30520 Jumilla / Murcia
Tel: +34 – 968 781 761 € Fax: +34 – 968 781 900
Mail: info@crdo-jumilla.com € Web: www.crdo-jumilla.com


D.O. Penedès

August 11, 2007

Die Lagen
Das fast 28.000 ha. grosse Anbaugebiet, das von den Hängen des Maciso del Monserrat im Westen bis an die Küste des Mittelmeeres reicht, ist in drei Subzonen unterteilt:

€ Alt Penedés – auch Penedés Superior – das Hohe Penedès, im nördlichen und östlichen Teil des Gebietes gelegen, mit Rebflächen bis hinauf in Höhen von 750 m. Hier wird überwiegend die Parellada für den Cava angebaut. In den letzten Jahren sind aber auch Anbauflächen mit Riesling, Gewürztraminer, Chenin Blanc und Muscat d¹Alexandria hinzugekommen.

€ Penedès Mig – das mittlere oder zentrale Penedès – ist das Hauptanbaugebiet der Rebsorten der Grundweine für den Cava (Macabeo, Parellada, Xarel.lo). In den letzten Jahren sind auch Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Pinot Noir und andere Rebsorten angepflanzt worden.

€ Baix Penedès – das untere Penedès ist das wärmste Gebiet, mit tiefen Lagen bis in unmittelbare Meeresnähe. Hier findet man neben Xarel.lo und Macabeo auch Garnatxa, Ull de Llebre (Tempranillo), Monastrell und Cariñena.

Der Boden
Überwiegend Kalk- oder Kalkschieferböden mit guter Drainage und Wasserspeicherfähigkeit im Untergrund, arm an organischer Materie und wenig fruchtbar. In den Flusstälern ist verteilt auch Schwemmland zu finden.

Das Klima
In den Grundzügen ein ausgeprägt mediterranes Klima, mit milden, meist frostfreien Wintern und trockenen warmen Sommern. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt – je nach Zone – zwischen 500 und 900 mm/m2 pro Jahr. Abhängig von der Höhe, Geländeform und Ausrichtung sind zahlreiche Mikroklimagebiete anzutreffen.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss:

Macabeo, Xarel.lo, Parellada (die drei Cava-Weine), Chardonnay, Riesling, Chenin Blanc, Gewürztraminer, Moscatel de Alejandría

    Rot:

Garnache Tinta, Ull de Llebre/Tempranillo, Monastrell, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Syrah

Die Charakteristik der Weine

    Weiss

– 11,5-12,5 % Vol. – Die regionaltypischen Macabeo, Xarel.lo oder Parellada sind fruchtig und leicht. Gaumen: Angenehm, sollten innerhalb eines Jahres getrunken werden. Bei fassvergorenen Weine wie den Chardonnays verbindet sich der fruchtbetonte Charakter mit den cremigen Noten der Eiche.

    Rosé

– 12-13 % Vol. – Farbe: Rosen- bis Himbeerfarben. Nase: Ausgeprägt aromatisch, frisch. Gaumen: Angenehm, leicht zu trinken.

    Rot

– 12-13 % Vol. – Farbe: Dichtes, kräftiges Kirsch- bis Granatrot mit vilettem Spiel. Nase: Recht ausgeprägte, fruchtige Aromen, verbunden mit feinen Holztönen, gelegentlich körperarm, mit kräutrigen Noten. Gaumen: Meist konzentriert und körperreich.

Consejo Regulador D.O. Penedès
Plaça Àgora, s/n € E 08720 Vilafranca del Penedès/Barcelona
Tel: +34 – 938 90 48 11 € Fax: +34 – 938 90 47 54
Mail: dopenedes@dopenedes.es € Web: www.dopenedes.es


D.O. Valdeorras

August 11, 2007

Die Lagen
Rund 1.300 ha. Rebflächen in Höhenlagen zwischen 200 und 300 m in einem U-förmigen Gebiet beidseitig des Sil um O Barco im Nordwesten der Provinz Ourense.

Der Boden
Im Tal des Sil und seiner Nebenflüsse überwiegt meist fruchtbares Schwemmland, im übrigen Gebiet findet man magere, mitteltiefe Böden auf schiefrigem Grund.

Das Klima
Valdeorras ist die wärmste und trockenste Zone Galiciens, mit atlantischem Klima, das stark vom kontinentalen Binnenklima beeinflusst ist. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 11° C. und im Schnitt fallen hier zwischen 800 und 1.000 mm/m2 Niederschläge pro Jahr.

Die genehmigten Rebsorten

    Weiss:

Palomino, Godello, Dona Blanca

    Rot:

Garnacha Tinta, Mencia, Grao Negro, Merenzao, María Ardona

Die Charakteristik der Weine

    Weiss

– Farbe: Leuchtend brillantes Blassgelb bis Strohfarben mit grünlichen Reflexen. Nase: Fein, mit floralen Noten. Gaumen: Leicht, würzig, ausgewogene Säure, mitunter ölig.

    Rot

– Farbe: Offenes Kirschrot. Nase: Angenehm, mit kräutrigen Klängen. Gaumen: Trocken, angenehm leicht, fruchtbetont.

Consejo Regulador D.O. Valdeorras
Ctra. Nacional 120, km 463
32340 Vilamartin de Valdeorras/Ourense
Tel: +34 – 988 300 295 € Fax: +34 – 988 336 887
Mail: cosello@dovaldeorras.com
Web: www.dovaldeorras.com


D.O. Finca Elez

August 11, 2007

Manuel Manzaneque¹s Traum

In der Welt des spanischen Theaters hatte er fast alles erreicht. Was ihm fehlte, war die grosse Herausforderung, als er sich 1989 entschloss, in seine Heimat zurückzukehren, um dort Wein zu machen. Jedoch: Nicht einfach Wein wollte er machen, sondern – wenn schon, denn schon – einen einzigartigen Wein. Nach langen Studien der Anbaumöglichkeiten kaufte er die Finca Elez bei El Bonillo in der Sierra de Alcaraz (Provinz Albacete). Die Landschaft, wie der legendäre Don Quijote sie in der Felswüste der Cueva de Montesinos erlebte, hatte es Manuel Manzaneque angetan. Und aus der Phantasie wurde Realität. Das Land wurde vorbereitet, Weinstöcke wurden gesetzt, gehegt und gepflegt. Die Bodega nahm Stein für Stein Gestalt an. Die Bodega aus der bald die Weine mit einer der ersten Denominaciónes de Origen für einen der neuzugelassenen Vino de Pago kommen sollten.

Die Lage
Zwischen Ossa de Montiel und El Bonillo in der Sierra de Alcaraz, die sich im Südwesten von Albacete und im Nordosten von Jaén erstreckt, liegen die Reflächen auf einer Höhe von rund 1.000 m.

Der Boden
Armer Boden.

Das Klima
Spezifisches Mikroklima mit hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Die besonderen klimatischen und geografischen Gegebenheiten lassen hier Weine mit einzigartigem Terroirklang entstehen.

Die Rebfläche und -sorten
Gesamt: 35 ha.

    Rot

: Cabernet Sauvignon, Merlot, Tempranillo, Syrah

    Weiss

: Chardonnay, Viognier


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